Sariva: Verwendung, Anwendung und Wirkung im Ayurveda

Sariva: Verwendung, Anwendung und Wirkung im Ayurveda

Diese Heilpflanze ist wohltuend und dabei auch noch äußerst schmackhaft! Im Ayurveda wird Sariva vor allem für seine kühlenden, blutreinigenden und entzündungshemmenden Eigenschaften sehr geschätzt. Dank seines harmonischen Duftes und Geschmacks kann es auf besonders angenehme Weise Heilung verschaffen. Hier zeigen wir Ihnen, was die Pflanze bewirkt und wie Sie am besten davon profitieren.

Die Sariva-Pflanze

Sariva, auch Sarsaparilla oder botanisch Hemidesmus indicus genannt, ist eine kriechende Pflanze, die hauptsächlich in Indien und Sri Lanka beheimatet ist. Die Blüten der Pflanze haben außen eine grüne und innen eine purpurne Farbe. Durch das enthaltene Cumarin hat Sarsaparilla einen leichten Vanilleduft! Weitere Inhaltsstoffe sind außerdem noch ätherische Öle, Flavonoide, Tanninsäure, Glycoside, Sterole und Triterpensaponine.

Manchmal wird die Pflanze auch Anantamool genannt, was so viel bedeutet wie „ewige Wurzel“. Dieser Name rührt einerseits vom großen Wurzelwerk der Pflanze her und andererseits daher, dass sie selbst bei lang andauernden Klimabelastungen sehr resistent ist. Diese Stärke macht Sariva als Heilpflanze zu etwas ganz Besonderem.

Sariva: Wirkung im Ayurveda

Die Sariva-Wurzel wird seit Jahrtausenden von indigenen Völkern als Heilpflanze verwendet. Traditionell gilt sie als Heilmittel bei Arthritis, Hautproblemen und Verdauungsbeschwerden und wird im Ayurveda vor allem für ihre blutreinigenden Eigenschaften geschätzt. Als Rasayana, also als lebensverlängerndem Mittel, wird dem Gewächs außerdem eine verjüngende Wirkung zugeschrieben.

Das Schöne an dieser Pflanze ist, dass sie für alle Typen geeignet ist, weil sie die drei Doshas ausgleicht. Sie wirkt sowohl Kapha-, Vata- als auch Pitta-senkend und hat somit einen besänftigenden Einfluss auf Körper und Geist. Welche einzelnen Vorzüge Sie von Sariva erwarten können, sehen wir uns jetzt etwas genauer an.

Blutreinigung

Verunreinigtes Blut gilt im Ayurveda als Ursache für viele verschiedene Leiden. Wenn nämlich Giftstoffe vom Magen-Darm-Trakt in die Blutbahn gelangen, können Sie sich in den Gelenken oder unter der Haut ablagern. Die unangenehmen Folgen: Gelenke beginnen sich zu entzünden und zu schmerzen und die Haut wird krank und unrein.

Sariva gilt allerdings als besonders effektiver Blutreiniger und erzielt positive Effekte bei Hautunreinheiten und Entzündungen. Aber selbst andere Leiden, die mit Blut in Verbindung stehen, wie etwa Nasenbluten oder Menstruationsbeschwerden, können damit gut behandelt werden.

Kühlend bei feurigen Leiden

Sarsaparilla hat eine kühlende Wirkung und ist deshalb vor allem für die feurigen Pitta-Typen sehr wohltuend. Dadurch kommt es bei allen „hitzigen“ Leiden zum Einsatz. So kann es beispielsweise dabei helfen, Fieber zu senken und brennende Empfindungen, wie etwa Entzündungen, zu lindern. Auch bei Arthritis oder rheumatischen Beschwerden wird es traditionell eingesetzt, um Linderung zu bringen. Es wirkt zudem sehr gesundheitsfördernd auf Rachen und Stimme.

Verschönert das Hautbild

Wenn Sie Ihrem Körper neuen Lebensgeist einhauchen wollen, können Sie von der verjüngenden Wirkung der Sariva-Wurzel profitieren. Sie ist ein Tonikum für die Haut und unterstützt die Regeneration von Gewebe.

Sariva besänftigt den Magen-Darm-Trakt bei Gastritis.

Sariva besänftigt den Magen bei Gastritis und kann bei einem Magengeschwür blutstillend sein.

Haut, Haare und Nägel werden gestärkt und werden gesund und rein. Auch juckende, allergische oder anders irritierte Haut kann die Pflanze wieder ins Reine bringen und kräftigen.

Probieren Sie es aus und freuen Sie sich über einen frischen, jugendlichen Teint!

Für den weiblichen Organismus

Im Prinzip ist Sarsaparilla für beide Geschlechter gesundheitsfördernd, doch gerade für den weiblichen Organismus hat die Pflanze noch ein paar extra Effekte parat. Durch die blutreinigende Wirkung gilt die Wurzel als menstruationsfördernd und muttermilchreinigend.

Bei den typischen Hitzewallungen während der Wechseljahre kann die kühlende Pflanze ebenfalls Linderung verschaffen.

Frauen in den verschiedensten Stadien ihres Lebens können also von der Wirkung von Sariva profitieren.

Besänftigend für den Magen-Darm-Trakt

Auch der Bauch weiß den kühlenden Effekt der Pflanze zu schätzen. Durch ihre öligen Eigenschaften und Schleimstoffe werden die Schleimhäute im gesamten Magen-Darm-Trakt gepflegt. Bei Übersäuerung wirkt Sariva deshalb beruhigend und neutralisierend. Zudem ist es stuhlgangfördernd, besänftigt den Magen bei Gastritis und kann bei einem Magengeschwür blutstillend sein.

Wie sieht es mit den Nebenwirkungen aus?

Sowohl als Nahrungsergänzungsmittel als auch als Tee gilt die indische Pflanze normalerweise als sicher. Egal ob Frauen, Männer, Kinder oder ältere Menschen – jeder kann die Wurzel einnehmen und die guten Eigenschaften für sich nutzen. Nebenwirkungen sind keine bekannt. Einzig die Einnahme während der Schwangerschaft ist leider noch nicht viel erforscht, deshalb sollte im Zweifelsfall lieber darauf verzichtet werden. In der Stillzeit ist Sarsaparilla allerdings ungefährlich und kann die Milchproduktion sogar fördern!

So wird Sariva angewendet

Vor allem im Sommer ist das indische Sarsaparilla aufgrund seiner kühlenden Wirkung besonders beliebt. Es erfrischt und hilft dem Körper, mit der Hitze ein bisschen besser umzugehen. Bei der Anwendung kommt ausschließlich die gemahlene Sariva-Wurzel zum Einsatz. Hier haben wir ein paar Tipps dafür, was sich damit alles machen lässt.

Sariva-Pulver: wohlschmeckend und vielseitig

Sarsaparilla wird im Ayurveda als Churna, also in Pulverform verwendet. Wer jetzt bereits das Gesicht verzieht, sollte noch vorschnell urteilen! Denn im Gegensatz zu vielen anderen Churnas ist das große Plus von Sariva-Pulver, dass es dank seiner Vanillenote sehr lecker schmeckt! Deshalb passt es besonders gut zu süßen Speisen und Getränken. Wie wäre es zum Beispiel mit:

  • Sarsaparilla Churna mit Milch: Eine leckere Vanillemilch ist gerade abends eine besonders angenehme Art, um den Tag schön ausklingen zu lassen. Sie reduziert Pitta und kann auch bei Trockenheit zur Befeuchtung und Kühlung dienen. Dazu müssen Sie nur eine Löffelspitze des Pulvers mit etwa 250 ml Milch aufkochen – fertig!

Das Pulver kann aber auch gut zu milchen Desserts, Obstsalaten oder Smoothies hinzugefügt werden. Erlaubt ist, was schmeckt. Seien Sie ruhig kreativ und probieren Sie sich durch verschiedene Geschmacksvariationen durch!

Verwendung, Anwendung und Wirkung von Sariva im Ayurveda

Als Tee kann Sariva ihre Wirkung entfalten.

Sariva-Tee: Variationen für Abwechslung

Auch als Tee kann die Heilpflanze ihre Wirkung gut entfalten und nebenbei noch köstlich schmecken.

Dazu wird einfach 1 TL des Pulvers mit 1 Liter Wasser bei mittlerer Flamme etwa 6-8 Minuten lang geköchelt. Der Tee kann 2x täglich mindestens 30 Minuten nach dem Essen getrunken werden. Am besten ist, sich die erste Tasse morgens nach dem Frühstück zu genehmigen!

Doch hier kann natürlich ebenso nach Lust und Laune variiert werden! Hier sind noch zwei Tipps von uns:

  • Sariva-Chai: Mögen Sie gerne Chai-Tee? Dann geben Sie doch einfach ein wenig Sariva-Pulver hinzu, um gleichzeitig die Wirkung der Heilpflanze auskosten zu können. Dazu müssen Sie nur etwa 1 TL Sarsaparilla Churna in 1 L Chai für etwa 5 Minuten mitkochen und können die Mischung schon genießen.
  • Sariva-Grüntee: Grüntee hat ja eigentlich das ganze Jahr über Hochsaison. Doch gerade an warmen Tagen ist er besonders frisch und angenehm. Wenn Sie ein wenig Sariva zu Ihrem Grüntee hinzugeben, erhalten sie eine wohltuende Erfrischung für den Sommer.

Sarsaparilla räuchern: anregend für Körper und Geist

Durch den süß-vanilligen Duft und die ätherischen Öle eignet sich die Pflanze natürlich auch hervorragend zum Räuchern. Dabei hat Sarsaparilla eine besonders stimulierende Wirkung auf Körper und Geist. Es kann aphrodisierend sein oder dem Körper schlichtweg zu mehr Stärke verhelfen. Traditionell wird es im Ayurveda auch als spirituelles Kraut geschätzt. Als Räuchermittel wird es daher oft zur Meditation verwendet und soll Träume fördern.

Die kühlende indische Sariva-Pflanze reinigt Ihr Blut und bringt Ihre Doshas wieder ins Gleichgewicht. Zudem hilft es Ihnen, feurige Leiden zu besänftigen und macht auch Ihre Haut wieder rein und klar. Vereinen Sie Genuss mit Gesundheit mit dem leckeren Sariva Churna und entdecken Sie die Anwendungsart, mit der Sie sich am wohlsten fühlen!

 

Über Lisa Mauracher

Der Sonnhof ist ein magischer Kraftplatz, wo Menschen wieder zu sich finden, wo sie sich wieder spüren und wieder das Potenzial entdecken. Es ist meine Mission, in den Gästen wieder diese Freude zu erwecken und ihnen Werkzeuge mitzugeben, damit sie wieder ein erfülltes und glückliches Leben führen. Es ist ein Ort der Begegnungen und der Freude – und genau das liebe ich.

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