Die drei Doshas im Frühling – Neubeginn und Lebenskraft

Ein Schmetterling im Frühling auf einer Blume

Der Frühling gilt als Neubeginn im Jahreszeitenzyklus. Die Natur erwacht zum neuen Leben und neue Energien werden freigesetzt. Im ayurvedischen Kalender ist das Frühjahr die Zeit der Reinigung und des Neubeginns. Alte Dinge werden abgestreift, Neues kann erblühen und uns helfen, in den Einklang zu kommen. Nach einer langen, kalten Jahreszeit ist es fast immer wieder ein Wunder, wie das gesamte Leben sich regeneriert. Diese Kräfte wirken sich auch auf die drei Doshas, Vata, Pitta und Kapha aus.

Im Frühling Kräfte tanken und Ballast loswerden

Der Übergang vom Winter in den Frühling ist schleichend. Auf die ersten wärmeren Tage folgen zunächst noch kurze Wintereinbrüche, ehe die Sonne wieder siegt.  Vom Winter wirkt noch das Kapha auf uns ein. Das Dosha der Stabilisierung hilft uns bei der Regeneration und soll uns vor typischen Erkältungskrankheiten schützen. Mit den ersten wärmeren Tagen beginnt sich das Kapha langsam abzubauen. Vata- und Kapha-Typen neigen in dieser Zeit besonders gerne zu Erkältungskrankheiten. Heiße Tees und hitzige Gewürze helfen dabei. Mit den länger werdenden Tagen baut sich das Vata immer weiter auf, das auch den gesamten Frühling dominiert. Es hilft dabei, neue Energien zu mobilisieren und wieder zu Kräften zu kommen. Der Tatendrang wächst, der Wunsch nach Veränderung und Träume und Pläne drängen sich in den Vordergrund. Das Vata kannst du prima dafür nutzen, um alte Dinge loszuwerden. Dem so beliebten Frühjahrsputz liegen ayurvedische Strukturen zugrunde: Altes loslassen, Neues zulassen und mit sich ins Reine kommen. Nun ist die beste Zeit, um z.B. mal alte Schränke auszumisten, alte Akten zu sortieren oder auch mit alten Gewohnheiten aufzuhören. Höre in dich hinein: Was brauchst du, um zufrieden zu sein? Wovon möchtest du dich verabschieden? Nun ist die Zeit dafür.

Eine Frau im Frühling sitzt in einer Wiese und meditiert

Viel Zeit im Freien stärkt die Lebenskräfte und hilft dabei, das Kapha-Dosha abzubauen.

Auch der Körper erfährt im Frühling eine Reinigung, was du selbst mit kleinen ayurvedischen Ritualen unterstützen kannst:

  • Beginne dein Morgenritual im Bad mit Öl-Ziehen: Ziehe einen EL Sesamöl durch deine Zähne und spüle deinen Mund rund 5 Minuten damit aus, ehe du das Öl wieder ausspuckst. Reinige anschließend deine Zunge und putze deine Zähne. Du belebst damit sämtliche Geschmackssinne und stärkst Zahnfleisch und Zähne.
  • Kapha- und Vata-Typen sollten raus an die Sonne: Die Wärme und die Strahlen tun dir gut, um Kapha abzubauen.
  • Mit einer Runde Yoga am Morgen könnt ihr eure Kräfte stärken und Energie für den Tag gewinnen.
  • Pancha-Karma-Kuren tragen zur Regeneration und neuer innerer Balance bei.

Im Kampf gegen die Frühjahrsmüdigkeit

Das sinkende Kapha wirkt sich auf unseren Energiehaushalt aus. Lustlosigkeit, Müdigkeit und Schwäche sind besonders zu Anfang der Frühlingszeit gängige Symptome – kurz genannt: Frühjahrsmüdigkeit. Jetzt ist es besonders gut, viel an die frische Luft zu gehen und das am Besten auch bei jedem Wetter. Das steigert das Vata und wirkt der Frühjahrsmüdigkeit entgegen. Weiters kann man mit der richtigen Ernährung der Müdigkeit den Kampf ansagen. Im Winter waren kräftige und deftige Speisen gut für den Körper. Um das Kapha-Dosha zu beruhigen eignen sich nun warme und leichte Speisen. Suppen, Gemüse und wenig Fleisch fördern das Vata und Verdauungsfeuer Agni. Scharfe Gewürze wie Ingwer, Chorkuma, Kreuzkümmel oder Pfeffer regen die Verdauung an. Wenn mit der fortschreitenden Jahreszeit das Pitta-Dosha ansteigt, sinkt das Verdauungsfeuer wieder. Deswegen haben wir an warmen Tagen auch weniger Hunger und eher Lust auf leichte Kost. Dementsprechend können die leichten Mahlzeiten das ganze Frühjahr durch beibehalten werden.

Der Frühling wird gerne für Fasten-Kuren und Diäten genutzt. Durch Entschlacken soll der Körper von überschüssigen Ama gereinigt werden, das sich über den Winter aufgebaut haben. Die passenden Lebensmittel und Ernährungsweise unterstützen dich dabei:

  • Trinke mindestens 1,5 bis 2 Liter warmes Wasser täglich. Wasser schwemmt Toxine aus dem Körper  Du kannst es mit Ingwer oder Zitrone verfeinern. Es regt den Stoffwechsel an.
  • Früchte, Reis, Gemüse wie Karotten, Mungbohnen, Spargel, Fenchel, Gurke etc. sind besonders gut zum Entschlacken geeignet.
  • Verzichte auf ein üppiges Frühstück und esse stattdessen lieber energiereiche, aber leichte Speisen wie etwa Dinkelbrei und Früchte.
    Gekochtes Gemüse mit Basmatireis

    Reis und Gemüse sind das perfekte Essen im Frühlung. Die Zutaten senken das Kapha-Dosha

  • Halte einen Rhythmus beim Einnehmen der Mahlzeiten ein. Esse nicht zu spät und verzichte abends auf späte Snacks.
  • bittere Gemüse, Kräuter und Gewürze – wie Blattgemüse, Chicoree, Artischocken oder frische Kräuter wirken anregend, entwässernd und gewebeabbauend auf den Stoffwechsel.
  • Fleisch, Milch, Alkohol und Kaffee solltest du am Besten gar nicht oder nur in geringen Maßen konsumieren. Sie wirken sich schlecht auf den Stoffwechsel-Haushalt auf und fördern den Aufbau von Ama.

Das Leben willkommen heißen

Grundsätzlich ist der Frühling eine vitalisierende Jahreszeit, die dich genauso wie alle anderen Lebewesen im neuen Jahreszyklus willkommen heißt. Nimm das bewusst für dich wahr. Das neue Jahr schenkt dir Lebenskraft, um deine Träume zu erfüllen und um deinen Weg zu gehen. Du bist Teil eines großen Lebenszyklus und darfst in ihm mitwachsen zu etwas Größerem und Schöneren. Gehe mit diesem Gefühl der puren Energie und des Lebens deine Tagesroutine an und spüre die aufkeimende Kraft des Vata-Doshas. Der Tag wird dir gelingen.

Du willst wissen, wie du im Frühling deinen Dosha-Typ perfekt unterstützen kannst? Kontaktiere uns einfach!

Über Lisa Mauracher

Der Sonnhof ist ein magischer Kraftplatz, wo Menschen wieder zu sich finden, wo sie sich wieder spüren und wieder das Potenzial entdecken. Es ist meine Mission, in den Gästen wieder diese Freude zu erwecken und ihnen Werkzeuge mitzugeben, damit sie wieder ein erfülltes und glückliches Leben führen. Es ist ein Ort der Begegnungen und der Freude – und genau das liebe ich.

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