Besserer Schlaf – 10 Tipps aus Sicht des Ayurveda

10 Tipps für einen besseren Schlaf aus dem Ayurveda

Hast Du oft Probleme mit Deinem Schlaf? Fällt es Dir schwer am Abend zur Ruhe zu kommen? Fühlst Du Dich tagsüber energielos, weil Du in der Nacht Deine Batterien nicht aufladen kannst?

Die Bedeutung von Schlaf

Die Charaka Samhita, die älteste Schriftsammlung über das Ayurveda, besagt: „Glück, Nahrung, Kraft, Männlichkeit, Weiblichkeit, Gleichgewicht, Wissen und das Leben hängen vom richtigen Schlaf ab.“

Als Schlaf versteht man einen natürlichen, leicht umkehrbaren periodischen Zustand vieler Lebewesen. Schlaf zeichnet sich durch diese Merkmale aus:

  • Fehlen von Wachheit
  • Bewusstseinsverlust der eigenen Umwelt
  • Typische Körperhaltung (das Liegen mit geschlossenen Augen)
  • Auftreten von Träumen
  • Veränderungen der Gehirnaktivität und der physiologischen Funktionen

Der Einfluss der Doshas auf Deinen Schlaf

Ayurveda hat zum Ziel das Gleichgewicht zwischen den drei Doshas Vata, Pitta und Kapha herzustellen. Dies wird von den eigenen Gewohnheiten und Routinen sowie von der Ernährung beeinflusst und ist auch bedeutend für die Schlafqualität.

Im Ayurveda ist der Schlaf die wichtigste Regenerationsphase des Tages. Dabei stehen die Phasen des Tages unter den verschiedenen Doshas:

 

Schlaf wird von den 3 Doshas beeinflusst

Die 3 Doshas beeinflussen Deinen Schlaf.

Kapha-Zeit: bis 22.00 Uhr

Die eigene Energie sinkt und Körper, Geist und Seele werden müde. Es ist empfehlenswert, dass Du vor 22 Uhr schlafen gehst, da die Pitta-Zeit danach aktivierend wirkt.

 

Pitta-Zeit: 22.00 Uhr bis 02.00 Uhr

In dieser Phase werden die Ablagerungen in Körper, Geist und Seele von innen heraus gereinigt.

Intensive Träume und Gefühle während des Schlafens können aus zu viel Pitta-Energie resultieren. Dabei kann Dir helfen, Deinen mentalen Druck zu reduzieren und die körperliche Säure zu senken. Verzichte dazu auf säurebildende Lebensmittel wie Alkohol, Kaffee, Zucker und rohes Fleisch. Hülsenfrüchte und Kohl wirken dagegen säureausgleichend.

 

Vata-Zeit: 02.00 Uhr bis 06.00 Uhr

Die Ablagerungen werden abtransportiert. Dafür ist es aber wichtig, dass die Verdauung bereits abgeschlossen ist und sich Dein Körper auf die Tiefenreinigung konzentrieren kann.

Wenn wir sehr flach schlafen, kann die Vata-Energie uns leicht aufwecken. Ein ausgeglichener Tagesrhythmus, Entspannung und leichte Mahlzeiten am Abend unterstützen Dich in einem besseren Schlaf.

 

Schlafempfehlungen für die Konstitutionstypen:

  • VATA braucht mindestens acht Stunden Schlaf, hin und wieder ist auch mehr empfehlenswert.
  • Für PITTA eignen sich acht Stunden Schlaf.
  • KAPHA kommt gut mit weniger Schlaf aus, also circa sieben bis siebeneinhalb Stunden pro Nacht. Bei einer längeren Schlafdauer werden Kapha-Typen träge. In der Regel hat dieser Konstitutionstyp auch keine Probleme beim Einschlafen.

Für alle Konstitutionstypen gilt: Du solltest vor 6 Uhr aufstehen, da in dieser Zeit das Bewegungsprinzip Vata aktiv ist. Ab 6 Uhr morgens wirkt wieder Kapha und es fällt Dir schwerer aufzustehen.

10 Tipps für einen besseren Schlaf

Schlafprobleme entstehen, weil im Körper zu viel Bewegung aufgrund eines Überschusses an Vata vorhanden ist. Dies entsteht durch Stress, Zeitmangel und einen unausgeglichenen Lebensstil. Es ist wichtig die Anzeichen – zum Beispiel viele Zwischenmahlzeiten, eine fehlende Alltagsroutine, schlechter Schlaf, Vata-fördernde Lebensmittel – zu kennen und auf sie zu reagieren.

 

Folgende Tipps können Dir helfen, besser zu schlafen:

Die Atmosphäre beeinflusst die Schlafqualität.

Eine ruhige, entspannende Atmosphäre fördert die Schlafqualität.

  • Ruhe: Dein Schlafzimmer sollte nur für zwei Dinge genutzt werden – Schlaf & Liebe. Elektronische Geräte stören die entspannende Atmosphäre.
  • Dunkelheit: Verzichte am Abend auf künstliche Lichtquellen und steige vom Lesen zum Beispiel auf ein Hörbuch um. Dunkelheit hilft Dir zu entspannen und müde zu werden.
  • Abschalten: Reduziere vor dem Schlafengehen aufwühlende Reize durch elektronische Geräte und verwöhne Deinen Körper stattdessen mit einer Massage, Aromatherapie oder Ähnlichem.
  • Ablenkung: Wenn du nicht einschlafen kannst, gehe in einen anderen Raum, lies ein Buch, höre Musik oder mach einen Spaziergang im Garten, dadurch wirst Du müde und kannst Dich entspannen, bevor Du Dich in Dein Bett legst.
  • Bewegung: Bewege Dich untertags ausreichend und mache abends ruhigere Sportarten wie zum Beispiel Yoga. Dies senkt die Herzfrequenz, hilft Endorphine auszustoßen und reduziert Stress. Auch Meditationsübungen können beim Einschlafen sehr gut helfen.
  • Zeit: Ein Spaziergang bei Sonnenaufgang oder -untergang setzt Deine biologische Uhr zurück.
  • Ernährung: Iss morgens und mittags ausgewogen und abends eher leicht. Verzichte auch auf den übermäßigen Konsum von Zucker, Kaffee und Alkohol, um die Verdauung nicht zusätzlich zu belasten. Eine Tasse Tee mit Passionsblume oder Lavendel und Passionsfrucht sowie duftende Öle helfen dem Körper sich abends zu entspannen.
  • Erholung: Nach einer Mahlzeit hilft ein Spaziergang oder das Ausruhen auf der linken Seite (Vamakukshi) der Verdauung. Der Kapha-Typ sollte allerdings vorsichtig sein, da sie nach einem Mittagsschlaf oft Schwierigkeiten haben, wieder aktiv zu werden.
  • Schlafposition: Im Allgemeinen empfiehlt Ayurveda, dass Du auf der linken Seite schläfst. Aus physiologischer Sicht unterstützt dies die Verdauung und die glymphatische Drainage. Unser Tipp: Wenn Dich viele Gedanken vom Schlafen abhalten, schlafe auf der rechten Seite. Durch die Öffnung Deiner linken Nasenlöcher öffnet sich der Kühlenergiekanal Ida Nadi.
  • Schlafrichtung: Es ist ideal, wenn Du mit dem Kopf Richtung Süden oder Osten schläfst. Vermeide mit dem Kopf Richtung Westen oder Norden zu schlafen.

Da Schlaf und Schlafstörungen in unserer Gesellschaft ein häufig verbreitetes Problem darstellen, haben wir uns in unseren #healthtogo-Livestreams noch etwas näher damit auseinandergesetzt. Mehr Tipps findest Du in Teil 1 und Teil 2 unserer Videoreihe zu diesem Thema.

Fazit

Ein guter Schlaf wirkt sich ganzheitlich auf das Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele aus und wird durch Alltagsgewohnheiten und Deine Ernährung beeinflusst. Über den Tag wirken die 3 Doshas unterschiedlich stark, weshalb es wichtig ist, dass man den Schlafrhythmus an das jeweils vorherrschende Dosha und an den eigenen Konstitutionstypen anpasst. Tägliche Rituale, eine gemütliche Atmosphäre, ausreichend Bewegung, eine ausgewogene Ernährung sowie die richtige Schlafposition und Schlafrichtung fördern einen entspannten Schlaf, bei dem der Körper die Möglichkeit hat sich zu regenerieren.

Über Lisa Mauracher

Der Sonnhof ist ein magischer Kraftplatz, wo Menschen wieder zu sich finden, wo sie sich wieder spüren und wieder das Potenzial entdecken. Es ist meine Mission, in den Gästen wieder diese Freude zu erwecken und ihnen Werkzeuge mitzugeben, damit sie wieder ein erfülltes und glückliches Leben führen. Es ist ein Ort der Begegnungen und der Freude – und genau das liebe ich.

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