Ayurveda-Tipps für den Sommer

Ayurveda Tipps für den Sommer

Gehörst du zu den Menschen, die sich freuen, wenn die Temperaturen im Sommer steigen? Oder machen dir die heißen Tage der Pitta-Saison von Juni bis September zu schaffen? Fakt ist: Im Sommer kommen wir vermehrt ins Schwitzen – doch dem kannst du mit leichten Sommergerichten und einer klugen Tagesroutine bestens vorbeugen!

Ayurveda-Ernährung für heiße Tage

Ein wesentlicher Faktor der Ayurveda-Lehre ist das Verdauungsfeuer, Agni genannt. Es hält den Stoffwechsel intakt und uns selbst in Balance. Doch da der Sommer so einiges an Pitta, also Hitze, mitbringt, wird es mit der Balance schnell problematisch: Durch die hohen Temperaturen von außen fährt die innere Hitze auf ein Minimum herunter.

Der Körper will den Pitta-Überschuss ausgleichen, doch dadurch verlangsamt sich der Stoffwechsel. Dieser Zustand äußert sich nicht nur in Verdauungsstörungen, sondern auch in Hitzewallungen, Erschöpfungszuständen, Akne, Ungeduld und Reizbarkeit. Was du dagegen tun kannst? Immer in Balance bleiben!

Sommer-Ernährung für intaktes Agni

Um das Verdauungsfeuer nicht zusätzlich zu belasten, ist es wichtig, auf allzu scharfe und saure Lebensmittel zu verzichten. Das schließt auch Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen ein, obwohl diese oft als klassische Erfrischungshilfen eingesetzt werden.

Etwas Gutes tust du dir, wenn du möglichst viel Warmes zu dir nimmst. Denn dabei muss dein Körper weniger Energie aufwenden, um die Nahrung zu erwärmen. Iss also morgens zum Beispiel einen Haferbrei mit frischen Früchten, um dein Agni anzukurbeln.

Mittags ist leichte Kost empfehlenswert. Gemüse wie Gurke, Zucchini, Brokkoli und sonstige Leckereien wie Lassis, Salate aller Art und milde Gewürze schmecken gut, belasten nicht und geben Energie für den restlichen Tag. Übrigens ist das Verdauungsfeuer mittags am stärksten, versuche deshalb, nicht ganz auf das Mittagessen zu verzichten.

Was du vom Sommer-Speiseplan streichen solltest

Nicht empfehlenswert sind saure, scharfe und sehr fettige Gerichte: Mit Frittiertem, Schweinefleisch, Seefisch etc. tust du dir in der warmen Jahreszeit nichts Gutes. Das gilt übrigens auch für eiskalte Getränke. Denn die wirken zwar auf den ersten Blick verlockend, wenn es sehr heiß ist. Tatsächlich schwächen sie aber das Verdauungsfeuer und tragen nicht dazu bei, dass du dich insgesamt wohler fühlst.

Viel besser beraten bist du mit (lau-)warmen Getränken wie Ingwerwasser, Pfefferminztee mit kühlender Wirkung und weiteren Kräutertees sowie mit erfrischenden Lassis. Probiere einfach aus, was dir am besten schmeckt!

In unserem kurzen Video erklärt dir Lisa die wichtigsten Ayurveda-Tipps für deinen erholsamen und relaxten Sommer:

 

 

Der perfekte Ayurveda-Tagesablauf im Sommer

Um auch bei Sommerhitze immer einen kühlen Kopf zu bewahren, zählt natürlich nicht nur die Ernährung. Wie du deinen Alltag gestaltest, trägt ebenfalls maßgeblich dazu bei, ob du dich entspannt und ausgeglichen fühlst.

In der Ruhe liegt die Kraft: Routine finden

Manche Menschen finden Routine langweilig. Tatsache ist aber, dass der immer gleiche Tagesablauf zu mehr Zufriedenheit im Sommer beiträgt. Plane dir also genug Zeit für alle Aktivitäten ein und behalte einen Rhythmus bei, der dir zusagt: Iss zur gleichen Zeit, mach Sport, wann du dich dazu am fittesten fühlst und halte regelmäßige Schlafenszeiten ein.

Natürlich solltest du dich aber zu nichts zwingen. Im Sommer ist es ganz normal, dass man weniger Hunger hat und nicht so viel Schlaf braucht. Wenn du also einmal früher aufwachst oder keine große Lust auf das Abendessen hast, dann höre einfach auf deinen Körper.

Runterkommen: geistige Entspannung suchen

Der Sommer kann anstrengend sein, vor allem, wenn das Agni nicht so recht in Schwung kommen will. Gönn dir also ausreichend Ruhepausen und nimm dir bewusste kleine Auszeiten. Zum Beispiel kannst du nachmittags einige Minuten meditieren und einfach mal alle elektronischen Geräte weglegen – wenn du in der nächsten Stunde nicht erreichbar bist, ist das für niemanden ein Weltuntergang!

Am besten meditiert es sich natürlich in der Natur, aber das kann in der Großstadt schnell einmal schwierig werden. Such dir für diesen Fall eine Playlist mit beruhigenden Naturgeräuschen, die du im Hintergrund laufen lassen kannst.

Eine weitere tolle Methode, um zur Ruhe zu kommen, sind Massagen mit Kokos- oder Sesamöl. Natives Kokosöl zum Beispiel kannst du abends mit kreisenden Bewegungen in die Fußsohlen oder deine Kopfhaut einmassieren und der Haut, die tagsüber ziemlich viel geschwitzt hat, dadurch wieder Feuchtigkeit zuführen. Achtung: Das Öl erfordert eine besonders gründliche Haarwäsche am nächsten Morgen.

In Bewegung bleiben: sinnvoll Sport treiben

Nur weil es warm ist, heißt das nicht, dass du auf körperliche Aktivitäten verzichten musst und solltest. Wichtig ist dabei einfach, es nicht zu übertreiben: Statt dem 10-Kilometer-Lauf machst du lieber einen gemütlichen Waldspaziergang oder kühlst dich mit ein paar Bahnen im Schwimmbecken ab.

Ayurvedisch abkühlen: Schnelle Hilfe

Es versteht sich eigentlich von selbst, aber der beste Weg, cool zu bleiben, ist: Vermeide die pralle Sonne. Bleib stattdessen mit Kopfbedeckung und Sonnenbrille im Schatten. Trage außerdem lieber helle statt sehr dunkler Kleidung. Das hebt die Stimmung und reflektiert Licht besser.

Wenn du aber doch ins Schwitzen kommst, helfen Pranayama-Atemübungen: Halte zum Beispiel das rechte Nasenloch zu oder versuche es mit der Shitali-Atmung. Mit ein bisschen Routine kannst du dich so sehr effektiv von innen heraus abkühlen. Und wenn gar nichts mehr hilft, wirken einige Spritzer Rosenwasser auf der Haut wahre Wunder!

Die ultimative Formel für einen absolut schweißfreien Sommer muss wohl erst noch gefunden werden. Mit den oben genannten Tipps kannst du dir aber schon sehr gut Abhilfe verschaffen, wenn das Thermometer mal wieder keine Obergrenze zu kennen scheint!

Über Lisa Mauracher

Der Sonnhof ist ein magischer Kraftplatz, wo Menschen wieder zu sich finden, wo sie sich wieder spüren und wieder das Potenzial entdecken. Es ist meine Mission, in den Gästen wieder diese Freude zu erwecken und ihnen Werkzeuge mitzugeben, damit sie wieder ein erfülltes und glückliches Leben führen. Es ist ein Ort der Begegnungen und der Freude – und genau das liebe ich.